Der 20. Juli 2016 in Berlin

Am Vorabend des 20. Juli (nach dem Empfang beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, im Berliner Rathaus) erinnerte die Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joas in der St. Matthäus-Kirche am Kulturforum an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Thema: „Die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Christliches Erbe oder Folge der Aufklärung?“

Die Predigt im Ökumenischen Gottesdienst am Morgen des 20. Juli (mit Feier des Abendmahls durch Pater Klaus Mertes SJ) in der Gedenkstätte Plötzensee hielt Superintendent Carsten Bolz.

Foto: Bundesregierung/KuglerDie offizielle Gedenkfeier der Bundesregierung zum 72. Jahrestag des Attentats- und Umsturzversuchs gegen Hitler am 20. Juli 1944 fand in diesem Jahr im Ehrenhof des „Bendlerblocks“ in der Stauffenbergstraße in Berlin statt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hielt die Gedenkrede.

Nach einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, begrüßte Robert von Steinau-Steinrück als Vorsitzender des Vorstands der Stiftung 20. Juli 1944 die Anwesenden und ging dabei auf die aktuellen Versuche rechtsextremistischer Kreise ein, den Widerstand und seine Symbole für sich zu missbrauchen. Das Totengedenken sprach Axel Smend, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung 20. Juli 1944.

Am Abend des Gedenktags des deutschen Widerstandes legten rund 400 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr ihr Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Bundesministeriums der Verteidigung ab. Die Gelöbnisansprache hielt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber, hielt als Ehrengast die Ansprache an die Rekruten.

Am 23. Juli 2016  fand eine Gedenkandacht in der Bornstedter Kirche mit Pfrn. Cornelia Radeke-Engst statt mit einem Vortrag von Juliane von Kutter-Hammerstein über Oberleutnant Ludwig von Hammerstein-Equord und Familie.