Königswinterer Tagung mit Jubiläum – Termin für 2023 bitte vormerken

Die XXXV. Königswinterer Tagung wird vom 24.-26. Februar 2023 in Bonn stattfinden. Anlässlich des 50 jährigen Jubiläums der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. ist als Ort im Jahr 2023 das Haus der Geschichte (Willy-Brandt-Allee 14) vorgesehen.

Kooperationspartner im Jubiläumsjahr


Die Tagung möchte wie jedes Jahr zum Austausch zwischen Wissenschaftlern, Angehörigen der im Widerstand gegen Hitler aktiven Männer und Frauen sowie Interessierten einladen.
Das Thema, das Programm sowie Informationen zu den Anmeldemodalitäten folgen in Kürze.

Widerstand in Zeiten des Krieges

Bericht zur XXXIV. Königswinterer Tagung, 2022

Wie plant man ein Attentat auf Hitler und einen aufwändigen Staatsstreich nicht nur unter den Augen der Gestapo, sondern auch den Bedingungen des Krieges? Wie fanden die Verschwörer im totalitären NS-Staat überhaupt zueinander und wie hielten sie das mühsam geknüpfte Netzwerk instand, an dem jede der in Kriegszeiten besonders häufigen Versetzungen zerrte? War Widerstandsarbeit gegen das Regime schon vor dem Zweiten Weltkrieg überaus riskant, schränkte dieser den Handlungsspielraum von Oppositionellen in Deutschland nochmals deutlich ein. Die XXXIV. Königswinterer Tagung beleuchtete diese Handlungsspielräume von Widerstand, die herrschaftstheoretischen Strukturen, unter denen er stattzufinden hatte, sowie die Netzwerke und Kommunikationskanäle, die die militärischen Verschwörer an der Front mit den zivilen im Reich verbanden.

„Widerstand in Zeiten des Krieges“ weiterlesen

Emotionales Wiedersehen auf Königswinterer Tagung 2022

Die XXXIV. Königswinterer Tagung fand vom 26.-28. August 2022 nach zweieinhalb Jahren pandemiebedingter Pause endlich wieder in Präsenz statt. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 87 Jahren kamen nach Bonn zu dieser außerordentlichen Sommertagung. Hatte sich der ein oder die andere schon zum 78. Jahrestag der Stiftung 20. Juli 1944 in Berlin getroffen, so war das Zusammentreffen von Historikerinnen, Akademikern, Studierenden, Schülern, Interessierten sowie Angehörigen in der alten Bundeshauptstadt besonders herzlich und konnte mit einigen Highlights punkten.

Erwartungsvolles Publikum im Tagungsraum der CJD in Bonn
„Emotionales Wiedersehen auf Königswinterer Tagung 2022“ weiterlesen

Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein erhält den Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung

Linda von Keyserlingk-Rehbein erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung 2021 für ihre Arbeit über das Netzwerk des 20. Juli 1944. Die Preisverleihung erfolgte bedingt durch die Corona-Pandemie erst im Rahmen der XXXIV. Königswinterer Tagung in Bonn am 27. August 2022.

„Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein erhält den Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung“ weiterlesen

Verabschiedung aus dem Vorstand: Fritz Delp

Nach 22 Jahren intensiver Zusammenarbeit und Beratung verlässt Fritz Delp aus eigenem Wunsch den Vorstand der Forschungsgemeinschaft. Der beliebte Wormser Pfarrer Delp, mit den familiären Bezügen als Neffe von Alfred Delp SJ und den Verbindungen zum Kreisauer Kreis, ist aus der Forschungsgemeinschaft nicht wegzudenken.

„Verabschiedung aus dem Vorstand: Fritz Delp“ weiterlesen

Vom 20. Juli 1944 zum Hambacher Forst. Der Begriff des Widerstandes

Bericht zur XXXIII. Königswinterer Tagung, 2020

Die erstaunliche Renaissance des Begriffsfeldes „Widerstand“ über das letzte Jahrzehnt und das gesamte politische Spektrum hinweg beinhaltete neben oft verfehlten, direkten Bezugnahmen auf den Widerstand des 20. Juli 1944 noch zahlreichere Bedeutungsverschiebungen dessen, was gemeinhin als „widerständig“ verstanden wird. Eine solche Verschiebung wirft zunächst die nicht triviale Frage nach den Handlungen auf, die sich mit dem diskutierten Terminus beschreiben lassen: Stellen eine parlamentarische Opposition oder ein breit auf die Straßen des Landes getragener Protest gegen die Politik der Bundesregierung bereits „Widerstand“ dar? Ließe sich ein so verstandener „Widerstand“ begrifflich überhaupt noch in eine Reihe mit dem oft tödlich endenden Widerstand gegen den Nationalsozialismus stellen? Kann Widerstand in einer Republik überhaupt stattfinden? Und besteht nicht die definitorische Gefahr, durch unklare Begrifflichkeit oder „gebetsmühlenartige Veralltäglichung“ (Klaus Hildebrand) eine Sinnentleerung des Begriffs zu riskieren? Diese Fragen nahm die Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. zum Auftrag, um Begriff, Handlungsfelder, Bedeutungsverschiebungen und die Rolle des Phänomens innerhalb einer Demokratie anhand klassischer und völlig neuer Beispiele auszuloten.

„Vom 20. Juli 1944 zum Hambacher Forst. Der Begriff des Widerstandes“ weiterlesen